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Mit Ozon gewaschene Äpfel
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2021-06-30 2021-06-30 30 Juni 2021
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Dass Südtirol ein Land der Äpfel ist, ist nichts Neues. Etwa 950.000 Tonnen Äpfel werden jedes Jahr geerntet. Aber was nicht jeder weiß, ist, wie sich der Prozess vor dem Verkauf der Äpfel entwickelt. Das heißt, was beim Verarbeiten und Waschen passiert. Hier kommen wir ins Spiel. Oder besser gesagt die Firma HSE Engineering & Construction. Sie hat mit dem Team unseres Tech Transfer Green ein innovatives System zur Filtration, Reinigung und Rückgewinnung vom Prozesswasser entwickelt. Dieser Prozess erfordert große Wassermengen und hohe Betriebskosten. Die von HSE Srl entwickelte und bereits in verschiedenen Genossenschaften (darunter Mivor in Latsch) eingesetzte Anlage verwendet Ozon in Verbindung mit mechanischer Filterung. „Auf diese Weise werden Energie, Wartungskosten und große Mengen Wasser eingespart und gleichzeitig schädliche Chemikalien und Rückstände vermieden“, erklärt der Direktor und Inhaber von HSE Ing. Christian Laureanti.

Aber lassen Sie uns einen Schritt zurücktreten. Das Apfelverarbeitungswasser ist mit organischen (wie Zucker und Hefen) und mikrobiellen Belastungen (wie Sporen und Bakterien) angereichert, die das Wasser sehr schnell trüben, so dass es mindestens jede Woche ersetzt werden muss. Ozon hingegen ist ein Gas mit hoher Desinfektionskapazität, das bei seiner Reaktion (oder seinem spontanem Zerfall) Sauerstoff erzeugt, also eine völlig harmlose Komponente ist. All dies macht es kompatibel mit umweltgerechten Verarbeitungsprozessen. «Die Idee entstand 2015 in Zusammenarbeit mit der COOP ROEN aus Kaltern, aber erst vor kurzem und mit Unterstützung des NOI Techparks konnten wir das Projekt konkret werden lassen. Um in die Umsetzung gehen zu können, haben wir die Ideen, Daten und Piloterfahrungen, die wir über die Jahre hinweg durchgeführt haben, Systematisch aufgearbeitet»- bekräftigt Laureanti.

Die Anlage zeichnet sich insbesondere durch drei Elemente aus: einen Tuchfilter, der automatisch die Selbstreinigung durchführt, einen Kontaktreaktor, der die maximale Auflösung des Ozons im Wasser garantiert und einen Ozongenerator, d.h. die Maschine, die kontinuierlich und kontrolliert Ozon aus komprimierter Luft erzeugt. "Wir haben durch den NOI Techpark die Finanzierung einer Machbarkeitsstudie und Unterstützung in den verschiedenen Entwicklungsphasen erhalten, die für uns unabdingbar war: Wir konnten so ein echtes System erstellen und die Anwendung standardisieren, sowie Kosten und Montagezeiten reduzieren. Vor allem haben wir eine effizientere und effektivere Rückgewinnung und Sanierung von Prozesswasser sichergestellt", so die Bilanz von Christian Laureanti.

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