Ein Energieort für Innovation

Geschichte & Architektur

NOI beginnt 2017 dort, wo einst die Alumix stand, Bozens Aluminiumwerk. Am Höhepunkt der Produktion deckte das Werk zwei Drittel des nationalen Bedarfs. Und verschlang so viel Strom, wie Südtirol heute verbraucht. Ein guter Ort also, um Energie genau hier anzuzapfen. Für die Entwicklung Südtirols.

1937

nimmt der Montecatini-Konzern die Fabrik INA (Industria Nazionale Aluminia) mit 100 Arbeitern in Betrieb. Die Architektur, ein Meisterwerk des italienischen Rationalismus, lehnt sich an die Tradition des Bauhauses an. Das faschistische Regime in Rom investiert massiv in die Industrialisierung der Stadt Bozen.

1940

wird eine zweite Produktionslinie eröffnet: Bolzano 2 mit einem Transformatorenhaus und drei Hallen für Schmelzöfen (heute A2). Der Krieg verlangt Materialnachschub. Die Zahl der Arbeiter steigt auf 900.

1945

Kriegsbedingt sinkt die Produktion von Aluminium in Bozen auf ein Minimum. Der Rohstoff Tonerde ist Mangelware. Die Bahnlinie ist beschädigt, nur wenige Güterzüge kommen durch.

1950-1960

Wirtschaftswunder und Fortschrittsglaube greifen: Jetzt werden Produktionsspitzen von 50.000 Tonnen pro Jahr erreicht.

1978

Montecatini gerät ins Strudeln. Auch eine Fusion zu Montedison rettet die Firma nicht. Beide Produktionslinien werden geschlossen. 

1991

wird das Werk an die Alumix AG verkauft. Es ist der letzte von vielen Besitzwechseln. Von kurzer Dauer. Als Alumix Pleite macht, übernimmt das Land Südtirol.

2004

werden die Transformatorengebäude Bolzano 1 und Bolzano 2 und der Wasserturm unter Denkmalschutz gestellt.

2008

zieht Kunst in das Industrierelikt Ex-Alumix: das Areal ist Venue der Europäischen Biennale für Zeitgenössische Kunst „Manifesta 7“. Im gleichen Jahr gewinnen die Büros Chapman Taylor (London) und Claudio Lucchin (Bozen) den Wettbewerb zur Umgestaltung des Ex-Alumix Areals.

2015

beginnen die Bauarbeiten für den NOI Techpark. Ein innovativer Dialog mit dem historischen Kontext setzt sein. Signum ist ein Black Monolith, in dem Betriebe, Universität und Forschungsinstitute interagieren.

2017

wird der NOI Techpark mit den Gebäuden A1, A2 und A4 eröffnet.

2019

werden das Erweiterungsgebäude D1 und die Kita (A3) fertiggestellt.

2021

wird das Gebäude B5 mit Großraumlaboren der Freien Universität Bozen fertiggestellt. 

2022

beziehen das Institut für Biomedizin von Eurac Research und eine Abteilung der SABES das sanierte Gebäude A6. 

2023

kennzeichnet einen Meilenstein: Der Standort NOI Techpark in Bruneck mit Fokus auf die Mobilität der Zukunft und eine nachhaltige Fertigung wird eröffnet. 

2024

zieht die Ingenieursfakultät der Freien Universität Bozen ins neue Gebäude B1. Parallel werden die beiden Erweiterungsgebäude D2 und D3 fertiggestellt. Mit diesem baulichen Zuwachs verdoppelt sich die NOI-Community auf 2.400 Personen.

2025

findet erstmals der europäische Gipfel der Internationalen Vereinigung der Wissenschaftsparks und Innovationsareale (IASP) im NOI Techpark in Bozen statt. 

2026

wird das neue XCT-Labor der Freien Universität Bozen im NOI Techpark in Bruneck eröffnet. 

2027

feiert NOI sein 10-jähriges Bestehen. 

2028

ist die Fertigstellung des Erweiterungsgebäudes D4, des Laborgebäudes B6 sowie des neuen Kunst- und Kulturpavillons geplant.