Offene Daten für die digitale Zukunft

Der 6. Open Data Hub Day im NOI Techpark setzte den Fokus auf neue Lösungen für Mobilität, Städte und Regionen

Bozen – Wie können offene Daten dazu beitragen, Tourismus, Mobilität, öffentliche Dienste und digitale Innovation weiterzuentwickeln? Diese Frage stand im Mittelpunkt des sechsten Open Data Hub Day, der am vergangenen Freitag im NOI Techpark in Bozen stattfand. Die Veranstaltung brachte über 200 Unternehmen, Forschende, Softwareentwicklerinnen und -entwickler sowie Fachleute aus den Bereichen Datenmanagement und digitale Technologien zusammen.

Der Open Data Hub Day ist die jährliche Plattform für Austausch und Wissenstransfer rund um offene Daten. Dieses Jahr standen konkrete Anwendungen aus den Bereichen Mobilität, intelligente Städte, Künstliche Intelligenz und Data Spaces im Fokus, mit inspirierenden Beiträgen von Organisationen und Unternehmen wie den Schweizerischen Bundesbahnen, der Stadtgemeinde Padua, dem Polytechnikum Mailand, T-Mobile Austria, Eurac Research und vielen mehr.

Rund 200 Fachleute, Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen und Forschungsinstituten sowie Start-ups, Softwareentwickler und Datenspezialistinnen nahmen am Open Data Hub Day teil, um die neuesten Entwicklungen und Technologien rund um offene Daten zu entdecken und die gemeinsame Nutzung von Daten voranzutreiben. „Der Open Data Hub ist mehr als eine Datenplattform. Es handelt sich vielmehr um eine europaweite Gemeinschaft, bestehend aus kreativen IT-Fachleuten“, so Patrick Ohnewein, Chief Digital Officer im NOI Techpark. „Dank dieses wertvollen Netzwerks können wichtige Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unterstützt werden.“

Einen großen Schwerpunkt bildete das Thema datenbasierte Mobilität. Vorgestellt wurde unter anderem ein mit dem Unternehmen Ithel entwickeltes Prognosemodell, das anhand von Kameradaten die Auslastung von Parkplätzen vorhersagt. Es unterstützt Gemeinden bei der Verwaltung von Parkflächen und ist bereits in Villanders im Einsatz.

Ein weiteres Highlight bildete die Verleihung des dritten Open Data Hub Contributor of the Year Awards am Vormittag. Der Award würdigt Personen, die einen wichtigen Beitrag zum Open Data Hub geleistet haben – etwa durch Entwicklungsarbeit, Support-Aktivitäten, Wissensaustausch oder Engagement in der Community. Ausgezeichnet wurde Eduardo Martins Guerra, Forscher und Professor an der Freien Universität Bozen. Er integriert den Open Data Hub in seine Lehrveranstaltungen und ermöglicht Studierenden so einen praxisnahen Zugang zu offenen Daten und Webtechnologien.

Teil des diesjährigen Programms war auch eine Diskussionsrunde in Zusammenarbeit mit City Vision, einem Veranstaltungsformat, das Städte, Unternehmen sowie Fachleute in ganz Italien zusammenbringt, um über innovative Lösungen für die Stadtentwicklung zu sprechen. An der Gesprächsrunde nahmen Margherita Cera, Stadträtin der Gemeinde Padua, Ivano Marchiol, Stadtrat der Gemeinde Udine, und Roberto Cavaliere, Experte für KI und Mobilitätslösungen im NOI Techpark, teil. Unter dem Thema „Landschaften, die zuhören. Wie Daten und KI grüne Regionen smarter machen“ sprachen sie darüber, wie man Territorien mithilfe offener Daten und KI-Anwendungen intelligenter, nachhaltiger und handlungsfähiger machen kann.

Alle Informationen sowie die Aufzeichnungen der Vorträge sind unter folgendem Link abrufbar: opendatahub.com.