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Trends, Einblicke, Visionen: Orientierung auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft
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2020-03-31 2020-03-31 31 März 2020 - Alexander Ginestous
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Welche Trends warten auf uns nach Corona? Das Netz liefert interessante Inputs und neue Ansätze

Informiert bleiben, um sich orientieren zu können. Wir müssen genau hinschauen, damit wir den abrupten Wandel, dem sich unsere Umwelt und unser System gerade unterziehen, nachvollziehen können. In wenigen Wochen hat die vom Coronavirus verursachte Notsituation unsere Sicht auf die Welt und das Leben grundlegend verändert. Eine ungewisse Zukunft und zugleich die Notwendigkeit, unsere Gegenwart neu zu interpretieren – diese beiden Faktoren zwingen uns, unsere Lebensstile, unsere Art zu arbeiten, unsere Unternehmen und Geschäftsmodelle neu zu erfinden.

Dabei steht gerade Unternehmen ein Paradigmenwechsel bevor. Während Homeoffice und Smart Working noch vor Kurzem angenehme Begleiterscheinungen in unserem Berufsalltag waren, wurden sie binnen kürzester Zeit zur unumgänglichen Notwendigkeit. Die große Herausforderung für die Firmen: die Arbeit aus der Ferne mit neuen digitalen Werkzeugen umstrukturieren. Dabei sind sie unentwegt auf der Suche nach Hilfestellungen, um sich in dieser Phase zurechtzufinden. Abhilfe schaffen dabei zahlreiche Beiträge im Netz, sei es in Form von Podcasts, Webinaren, themenvertiefenden Artikeln in Onlinemagazinen oder digitalen Tools – wie auch wir sie auf unserer neuen Online Plattform Krise, und jetzt?anbieten. Ergänzend dazu haben wir hier eine Sammlung nützlicher Inhalte zusammengestellt, die dabei helfen sollen, sich in einer Welt zurechtzufinden, in der Flexibilität und Dynamik mehr denn je gefragt sind.

Die großen Trends des Wandels

Oft heißt es dieser Tage: Nichts wird sein wie zuvor. Stimmt, aber was erwartet uns dann? Wir befinden uns gerade in einer Phase des Verstehens und Einordnens. Es wäre noch zu früh, Antworten darauf geben zu können. Und trotzdem finden sich bereits jetzt erste Anzeichen, die wir berücksichtigen können: Investments in Gesundheit und Biotechnik werden maßgeblich zunehmen. Gleiches gilt für Cloud- und Telekonferenzdienste, deren Aktien in den Börsen in die Höhe schnellen. Auch für Start-ups eröffnen sich in diesen Branchen Möglichkeiten für Investments, die jedoch für sie schwer zugänglich sein könnten.

Sequoia, einer der wichtigsten Venture Capital Fonds weltweit, hat den Coronavirus zum Black Swan 2020 ernannt und in einem Brief an seine Gründer und CEOs sechs Tipps gegeben, wie sie diese Situation am besten handhaben können. Dabei geht es um die Volatilität der Märkte, den Cashflow und Marketingausgaben, was besonders Start-ups im Technologiebereich, aber auch viele Unternehmen betrifft.

Worauf müssen wir uns noch in unserer nahen Zukunft einstellen? Der scheinbar unaufhaltsame Siegeszug des Elektrobereichs könnte einen Gang zurückschalten müssen. Gleiches blüht der Sharing Economy und dem Immobilienmarkt. Sogar der Umgang mit den eigenen Rücklagen und die Strategien des eigenen Vermögensmanagement werden sich verändern.

Podcasts und Smart Working

Arbeit unterliegt einem ständigen Wandel und wir müssen darauf achten, mit ihm Schritt zu halten. Flexibilität, Ideen, Chancen und das Smart Working der Zukunft gehen Hand in Hand mit der technologischen Digitalisierung der Unternehmen und dem Wandel des wirtschaftlichen Ökosystems. Luca de Biase von „Il Sole 24 Ore“ lässt uns in seinem Podcast „I lavori del futuro” in die Welt des Smart Working eintauchen. Dem gleichen Leitmotiv folgt Fabio Crestale von “PodcastItaliani”. Crestale schafft darin einen Überblick über die Entwicklung, die diese neue Art des Arbeitens genommen hat. Dabei gibt er Ratschläge, die Fernarbeit wirkungsvoller zu gestalten und die eigenen Ressourcen effizienter zu nutzen.

Auch zwei Frauen tun sich mit interessanten Beiträgen hervor. Zunächst Audra Bertolone mit „Lavoro da casa”. Bertolone hat den Spagat zwischen Arbeit und Familie geschlagen und erzählt anhand der damit gemachten Erfahrung persönliche Geschichten und gibt Tipps für die Heimarbeit. Chiara Battaglioni richtet sich besonders an Freiberufler und gibt in WorkBetter nützliche Ratschläge zur Arbeitsorganisation, um sich in einer schwierigen Welt im Dauerwandel zurechtzufinden. 

Die Krisenanalyse

Jede Krise hat ein Vorher und ein Nachher. Das Coronavirus hat schon sehr viel verändert, aber vieles steht uns noch bevor, besonders in der Arbeitswelt. Haben wir den bestmöglichen Weg gefunden, darauf zu reagieren? Momentan regiert das Chaos und unsere gewohnte Lebensweise vollzieht einen Umbruch. Die Zukunft wartet mit einer Gesellschaft auf, die anders sein wird als die, die wir kennen.

In der Analyse „Are You Leading through the Crisis…or Managing the Response?“ richtet sich der Fokus auf die Tätigkeit der Führungskräfte, die in erster Linie den Neuanfang nach der Krise schultern müssen. Auch in einem Artikel für den Guardian macht sich die Autorin Gedanken darüber, wie die Krise als treibende Kraft des Wandels genutzt werden kann. Arbeit, Beziehungen und die Art, „Kapitalismus zu machen“, sind kontinuierlich Veränderungen ausgesetzt. Es gilt, sich bietende Möglichkeiten zu nutzen und das Beste daraus zu machen – zu unserem Wohl, zum Wohle unserer Unternehmen und zum Wohle unserer Wirtschaft: „Wir dürfen die Krise nicht ungenutzt an uns vorbeigehen lassen.“

Acht Tipps, wie man ein Team auch aus der Ferne leiten kann, findet ihr hier. Außerdem sechs Wege, wie man die Moral der Mitarbeiter aufrechterhält und ihnen ein angemessenes Maß an Empathie entgegenbringt. Es ist schon schwierig genug, mit sich selbst in der Quarantäne zurechtzukommen; die Kontrolle über eine ganze Arbeitsgruppe nicht zu verlieren, kann sich als wesentlich komplizierter erweisen. Der Schlüssel (Achtung: Spoileralarm) liegt in der zwischenmenschlichen Kommunikation, die in diesen Zeiten räumlicher Distanz eine noch gewichtigere Rolle spielt.

In „Im Rausch des Positiven: Die Welt nach Corona“ skizziert der Autor vier Zukunftsszenarien der Welt post Covid-19. Das optimistischste Szenario zeichnet eine Gesellschaft, die widerstandsfähiger ist und ein größeres Bewusstsein für zwischenmenschliche Beziehungen gebildet hat.

Dennoch bleibt eine Frage offen: Welche Überraschungen erwarten uns nach der Krise?

Organisationstools für die Arbeit

Die Kontrolle über die eigene Arbeit zu behalten, ist die wichtigste, aber auch die schwierigste Herausforderung. Um diese zu meistern, bedarf es der richtigen Werkzeuge, um Ideen zu sortieren und Arbeitsprozesse zu planen. Es gibt digitale Tools für Einzelpersonen und für ganze Arbeitsgruppen, die dabei helfen, Ressourcen und Zeit zu managen: Diese Liste führt 18 wirkungsvolle und praktische Hilfsmittel auf, die eure Produktivität und Effizienz steigern. Der technologische Fortschritt hilft uns seit jeher, unsere Arbeit zu erleichtern. Es ist an der Zeit, sich damit auseinanderzusetzen, um in diesem Paradigmenwechsel zu bestehen. In diesem Zusammenhang muss der Projektmanagementdienst Trello genannt werden. Trello gehört zu den besten Tools am Markt und besticht besonders durch sein intuitives Interface. Anfallende Aufgaben und Termine können auf einer virtuellen Pinnwand sortiert und verwaltet werden.

Slack hingegen ist ein Instant-Messaging-Dienst, der einen schnellen Informationsaustausch zwischen Arbeitskollegen ermöglicht. Der Nutzer kann Dateien einfach und rasch mit den Mitarbeitern teilen, was dem übermäßigen Austausch interner E-Mails entgegenwirkt. Nicht zuletzt gibt es dann Google Drive. Auch der Cloud-Service ermöglicht es dank Sharing-Funktion, Dateien und Dokumente zu teilen und zu verändern.

Dieser Leitfaden erklärt, wie ihr die euch zur Verfügung stehenden Ressourcen smart kalibriert und damit Aufwand und Stress reduziert. Projektmanager und Führungskräfte sind nämlich immer auf der Suche nach Möglichkeiten, das Arbeitspensum zu senken, um mit weniger Zeitaufwand produktiver und effizienter zu arbeiten.

Webinar: über Sicherheit und Zukunftsperspektiven

Unternehmen habe zwei Möglichkeiten, die Krise anzugehen: Entweder sie werden Opfer des Wandels oder sie schöpfen daraus neue Möglichkeiten. Wählt ihr den Weg des „Gamechangers“, könnt ihr die Wirtschaftskrise aus einem anderen Blickwinkel betrachten und die Chancen, die sich ergeben, zum eigenen Vorteil nutzen. Das Webinar  „Be the Gamechanger – Die Krise als Chance nutzen“ von Meduri&Spanu zeigt auf, wie ihr euer Business dank einfacher und zielgerichteter Methoden zum Besseren verändern könnt.

Ein Thema, das an dieser Stelle nicht zu kurz kommen darf, ist die Sicherheit. Die Arbeit online birgt nicht zu unterschätzende Risiken, die es auf den verwendeten Geräten zu tilgen gilt. Diese fünf Webinars klären euch zu den Themen Sicherheit in Cloud-Services, in Microsoft Office und generell in KMU auf.

Es kann auch nicht schaden, sich etwas von anderen Unternehmen abzuschauen. Wie gehen sie mit der Notsituation um? Unternehmen wie Zurich und A2A gewähren im Webinar von 360DigitalSkill Einblicke dazu. In fünf Lektionen erhaltet ihr einen Überblick darüber, wie sich die Welt der Wirtschaft entwickelt. Außerdem werden darin – mit Beitrag von Francesca Gagliarducci, der stellvertretenden Sekretärin des Ministerratspräsidiums – die gesetzlichen Neuerungen im Dekret des Ministerpräsidenten vom 8. März 2020 vertieft. 

Rinascita Digitale hingegen bietet gratis Weiterbildungskurse non-stop als Livestream an. Die darin behandelten Themen kreisen um Unternehmensentwicklung und Finanzmanagement, Smart Working und Digital Transformation sowie Kommunikation und Marketing. Bis 10. April geben Fachkräfte, Experten und Innovatoren abwechselnd Ratschläge und tiefe Einblicke über die Themen der Zukunft.

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