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Grüße aus St. Virtual, dem ersten Südtiroler Dorf im Internet
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2020-11-19 2020-04-14 14 April 2020 - Alexander Ginestous
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Chatten, watten, shoppen – alles von Zuhause aus. Willkommen auf der Onlineplattform, auf der Südtirol in Zeiten von Coronavirus und Lockdown wieder zusammenfindet.

Ein Plausch mit Freunden in der Dorfbar, Spaziergänge auf den Promenaden, Einkaufstouren, gemeinsame Abendessen: Die kleinen Freuden des Lebens müssen in Zeiten von Corona der auferlegten Isolation Platz machen. Soziale Kontakte sind nicht erlaubt, die Einsamkeit hat in vielen Südtiroler Haushalten Einzug gehalten. All das stellt eine riesige gesellschaftliche Herausforderung dar und kann auf psychophysischer Ebene schwerwiegende Spuren hinterlassen, besonders bei älteren Menschen. Die jüngeren Generationen beweisen Improvisationstalent und treffen sich auf Skype und anderen Telekommunikationssystemen zu virtuellen Aperitifs. Die Technologie erweist sich einmal mehr als rettender Anker in der Not.

NOI Techpark hat nachgelegt und ein kleines virtuelles Dorf geschaffen: die Online-Idylle St. Virtual. St. Virtual soll die Menschen auf einfachem Wege wieder zusammenführen und den dringend benötigten zwischenmenschlichen Austausch ermöglichen. In diesem virtuellen Raum gibt es alles, was das Herz begehrt: ein Gasthaus, eine Bar, einen Dorfladen, eine Turnhalle und sogar eine Arztpraxis. Das nächste Treffen in geselliger Runde ist nur einen Klick entfernt.    

„Das Projekt richtet sich an die gesamte Südtiroler Bevölkerung und soll das Potenzial und den gesellschaftlichen Nutzen der Technologie in Krisenzeiten wie dieser aufzeigen“, erklärt Projektleiterin im NOI, Elisa Weiss, „Bei der Entwicklung der Idee war es uns ein Anliegen, besonderes Augenmerk auf all jene Personen zu legen, die mit den digitalen Technologien noch nicht so vertraut sind. Denn das virtuelle Dorf soll für alle gleichermaßen zugänglich sein, unabhängig von Erfahrung und Alter."

So funktioniert's

Die Seite ist sehr intuitiv aufgebaut und es ist einfach, sich darin zurechtzufinden. Das soll gerade den weniger technikaffinen Senioren zugutekommen, zumal gerade diese auf sozialen Kontakt und zwischenmenschlichen Austausch angewiesen sind. In der Isolation kann sich jeder Bildschirm als Fenster zur Welt erweisen.

St. Virtual setzt sich zurzeit aus fünf Haupt-Treffpunkten zusammen: Gasthaus, Bar,Arztpraxis, Laden und Turnhalle. Jeden Tag, zu den auf der Webseite angeführten Öffnungszeiten, können die Besucher in eines der fünf Gebäude eintreten, an einem Tisch Platz nehmen und Zeit in Gesellschaft verbringen. Daneben an Sprechstunden und Sportkursen teilnehmen. Das Ganze im Internet und ohne dabei die eigenen vier Wände zu verlassen, versteht sich. Im Gasthaus trifft man sich etwa auf einen Stammtisch oder auf eine spannende Online-Wattpartie. In der Dorfbar kann man mit anderen virtuellen Besuchern über dieses und jenes sprechen und gemütlich die Zeitung lesen, während in der Arztpraxis regelmäßig Mediziner anwesend sind und Informationen und Tipps geben, wie man fit und gesund bleibt. Der Dorfladen listet lokale Einkaufsdienste und Lieferservices, um in Zeiten von Corona ganz einfach und sicher online bei Südtiroler Händlern einzukaufen. Und in der Turnhalle werden regelmäßig Sportkurse angeboten, von speziellen Angeboten für Kinder bis hin zu Dehnungseinheiten für rüstige Senioren. Auf der Webseite findet man einen Kalender, der alle Termine, wie etwa die Sprechstunden mit dem Ärzteteam, sowie die genauen Öffnungszeiten der Lokale übersichtlich darstellt.

Und das Dorf wächst weiter: In Kürze soll ein Computergeschäft mit Tipps und Tricks zum Umgang mit den digitalen Medien dazukommen, und noch einiges mehr. Also schaut vorbei, wir freuen uns auf euch: www.sanktvirtual.info.

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