Kann das Tragen von Masken in Ruhe und unter Belastung, auf Meereshöhe und auf einer bestimmten Höhe, gesundheitliche Probleme verursachen? Entwicklung von Masken, die eine hohe Luftdurchlässigkeit mit einer mikrobiellen Filterwirkung aufweisen.

Das Team spricht über das Projekt

Die COVID-19-Pandemie hat in vielen Staaten weltweit zu einer sogenannten Maskenpflicht geführt, um die Ausbreitung des SARS-Coronavirus 2 einzudämmen. Ziel dieses Projekts ist es den Einfluss des Tragens von chirurgischen Masken bzw. FFP-3 auf den Kohlendioxid- und Sauerstoffgehalt im Blut sowie auf die körperlichen und kognitiven Leistungsfähigkeit zu untersuchen, und zwar in Ruhe und unter Belastung, auf Meereshöhe und auf 3000 m Höhe. Einige Studien legen nämlich nahe, dass es bei längerem Tragen einer Maske zu einem CO2-Anstieg bzw. O2-Abfall im Blut kommt, was sich negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirken könnte. In einer zweiten Phase zielen wir auf die Entwicklung und anschließende Testung von Masken ab, welche eine erhöhte Luftdurchlässigkeit aufweisen bei gleichbleibender mikrobieller Filterwirkung. Nachdem absehbar ist, dass chirurgische Masken in nächster Zukunft ein massives Umweltproblem darstellen, soll ferner eine biologisch abbaubare Maske entwickelt werden.

Dieses Projekt fördert die ökologische Nachhaltigkeit, weil...

Wie vom italienischen Gesundheitsministerium am 13. März 2020 verlautet, sind chirurgische Masken kein wiederverwertbares Produkt und sollen im Restmüll entsorgt werden. Da sie hauptsächlich aus Polyester oder Polypropylen bestehen, gehören sie zu den umweltschädlichsten Materialien für unseren Planeten, insbesondere wenn sie nicht ordnungsgemäß entsorgt werden. Jüngste Studien haben gezeigt, dass sie sich in Flüssen, Seen und Ozeanen ansammeln und bereits jetzt über 90% der Verschmutzung durch Mikroplastik in einigen Gebieten der Erde ausmachen. Ziel dieses Projekts ist es daher u.a. biologisch abbaubare Masken zu entwickeln, in der Hoffnung, dass diese umweltfreundlichen Masken in naher Zukunft einen höheren Marktanteil erhalten werden.

Das Partnerunternehmen stellt sich vor

«Functional GMBH ist ein junges und dynamisches Unternehmen, das 2013 gegründet wurde und sich auf die Herstellung, Entwicklung und Vermarktung von Functional Food, Nahrungsergänzungsmitteln und Sanitär-Hygiene Produkte spezialisiert hat. Dank des Engagements und der Erfahrung der Gründungspartner sowie internationaler Investoren, die an das gemeinsame Projekt glaubten, hat sich das Unternehmen sofort durch ein hohes Maß an Innovation und Qualität ausgezeichnet. 2018 zogen wir in den NOI Techpark in Bozen, den Südtiroler Wissenschafts- und Technologiepark, der als europäisches Exzellenzzentrum anerkannt ist.»

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Wissenschaftliche koordinierung

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Simon Rauch

Jahrgang 1984. Facharzt für innere Medizin, Anästhesie und Intensivmedizin; Europäisches Diplom für Intensivmedizin (EDIC). Forschungsdoktorat (PhD) an der Universität Innsbruck. Senior Researcher am Institut für Alpine Notfallmedizin, Eurac Research; ca. 40 wissenschaftliche Publikationen in peer-reviewed Journals. Oberarzt an der Abteilung für Intensivmedizin am Krankenhaus “F. Tappeiner”, Meran.

Das beteiligte Forschungspersonal

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Alessandro Micarelli

Geboren 1982, Arzt, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Ph.D. in Neurowissenschaften (Universität Rom „Tor Vergata“). Autoren von mehr als 60 Publikationen in peer-reviewed Journals. Senior Researcher am Institut für Alpine Notfallmedizin (Eurac Research, Bozen) und Vorstandsvorsitzende und Amtsarzt bei ICBRR (Uniter Onlus Foundation, Rom).

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Giovanni Vinetti

Geboren 1987 in Brescia. Abschluss in Medizin an der Universität San Raffaele in Mailand, Facharzt für Sportmedizin und PhD in Physiologie an der Universität Brescia, wo er jetzt als außerordentlicher Professor für Trainingsphysiologie für den Abschluss in Trainings- und Sportwissenschaften tätig ist. Derzeit Postdoc am Institut für Alpine Notfallmedizin, Eurac Research, Bozen.