Laboratory of Food Technology (Food Pilot Lab)

Untersuchungen zu Lebensmittelprozessen und -technologien

Laboratory of Food Technology (Food Pilot Lab)

Kontakt & Info

Matteo Scampicchio
Fakultät für Naturwissenschaften und Technik
Freie Universität Bozen
Universitätsplatz 5, 39100 Bozen
T +39 0471 017210
E-Mail matteo.scampicchio@unibz.it

Zugangsbedingungen
Der Zutritt ist den Forschern der Freien Universität Bozen vorbehalten. Die Besichtigung der Labors ist auf Terminvereinbarung möglich.

Referenzprojekte
  • Wiedergewinnung von Antioxidantien und Proteinen aus Lebensmittelabfällen, Heilkräutern und Cerealien mittels „grüner“ Technologien wie z. B. Kohlendioxid in überkritischem Zustand (Kooperationen und EFRE-Projekte)
  • Formulierung von Zutaten durch Warmextrusion und/oder Gefriertrocknung (diverse Kooperationen und Verträge)
  • Messung der kolloidalen Stabilität von Getränken (Obstsäfte, Milch, Wein, Kaffeeliköre) und Entwicklung von stabilisierenden Zutaten (z. B. Leguminosenextrakte, Kaseine, Molkeeiweiß)
Das Labor

Das Food Pilot Lab führt Untersuchungen zu Lebensmittelprozessen und -technologien durch. Insbesondere befassen wir uns mit Extraktionsprozessen mit Hilfe innovativer Technologien auf der Basis von überkritischen Flüssigkeiten, um Verbindungen mit hohem Nährwert aus Lebensmittelabfällen zu gewinnen und sie in Produkte und Nanomaterialien umzuwandeln. Mit Hilfe von Homogenisierungs-, Pasteurisierungs-, Extrusions- oder Trocknungstechniken kreieren wir neue Formulierungen und Zutaten. Darüber hinaus untersuchen wir die Stabilität und Haltbarkeit und helfen den Unternehmen bei Vergleichsstudien oder Prä-Pilotstudien.

Extraktion mit überkritischen Flüssigkeiten

Wir nutzen die Eigenschaften von Kohlendioxid in überkritischem Zustand, um natürliche Verbindungen mit hohem Mehrwert ohne Lösungsmittel zu extrahieren.  Diese Technologie wird eingesetzt: (a) um ätherische Öle aus Samen und Fruchtschalen zu extrahieren; (b) um bioaktive, nutrazeutische und antioxidative Substanzen aus Industrieabfällen zu gewinnen; (c) um Pestizide, verunreinigende Stoffe, unerwünschte Substanzen (Kaffein, Cholesterin) aus Lebensmitteln zu entfernen.

Gefriertrocknung

Wir führen Pilotstudien zur Optimierung der Herstellung von Zutaten durch. Mit der Gefriertrocknung kann Produkten das Wasser ganz schonend entzogen werden. Unsere Forscher sind nicht nur in der Lage, durch den Zusatz von antioxidativen oder antimikrobischen Verbindungen Lebensmittel zu „funktionalisieren“, sie gewinnen auch Produkte in Pulverform mit hohem Nährgehalt,  langer Haltbarkeit und Stabilität, die sehr gut rehydrierbar sind.

Warmextrusion mit zwei Schnecken

Wir führen Pilotstudien zu Extrusionstechniken durch, dazu kombinieren wir das Mischen von Zutaten in Pulver- und/oder flüssiger Form, den Koch- oder Pasteurisierungsvorgang, den Knet-, Schneid- und Pressvorgang und die endgültige Formgebung. Mit dieser Technologie entwickeln wir innovative Produkte, indem wir funktionelle Zutaten wie mit Proteinen, Ballaststoffen und Stärke angereicherte Mehle dazumischen, um das Nährprofil zu verbessern.

Hochdruckhomogenisierung

Mit dieser Technologie können dank der Verwendung von Hochdruck (bis zu 20 MPa) extrem stabile Nanoemulsionen hergestellt werden. Wir stellen Öl-in-Wasser-Emulsionen oder Wasser-in-Öl-Emulsionen her. Dies ermöglicht zum Beispiel das Beimischen von nutrazeutischen, antioxidativen, natürlichen antimikrobischen Verbindungen oder Aromen in Lebensmitteln und Getränken, in denen sie natürlicherweise nicht vorkommen.

Entwicklung von Nanomaterialien

Ein Schwerpunktthema im Food Pilot Lab sind die Nanotechnologien zur Entwicklung von neuen Produkten im Agrar- und Lebensmittelbereich. Wir entwickeln Nanomaterialien, die dank ihrer besonderen chemisch-physikalischen Eigenschaften beträchtliche Vorteile mit sich bringen – so z. B. eine stärkere chemische/biologische Reaktivität in der Produktion, in der Verarbeitung und in der Konservierung von Lebensmitteln, bei der Herstellung von Zusatzstoffen und Zutaten – und die Entwicklung von innovativen lebensmittelberührenden Materialien ermöglichen.